Unsere Dorfhainer Homepage wurde leider auf Grund einer Sicherheitslücke in der verwendeten Software zur Pflege der Inhalte Opfer einer Hacker-Attacke.
Dieser Angriff hat dazu geführt, dass bis zum 06.07.2026 ca. 23:15 Uhr auf unserer Homepage ein sogenanntes Captcha angezeigt wurde, welches, wenn man
allen Anweisungen gefolgt ist, dafür gesorgt hat, dass man sich als Besucher Schadsoftware heruntergeladen hat.
Das reine Öffnen der Webseite im Browser hat hierbei noch nicht zu einer Infektion geführt. Erst das explizite Ausführen der von dem Captcha angezeigten Befehle
auf dem eigenen Computer führte zum Download der Schadsoftware.
Was ist ein Captcha?
Ein Captcha ist ein Rätsel, welches der Anwender lösen soll, um nachzuweisen, dass ein Mensch und keine automatisch ausgeführte Software die Webseite bedient.
Hierfür werden in der Regel unkenntlich gemachte Buchstabenfolgen oder Bilderrätsel verwendet, von denen man ausgeht, dass eine Software diese nicht automatisch lösen kann.
Oftmals findet man Captcha zum Beispiel auf Anmeldeseite, wenn man ein Benutzerkonto anlegen möchte.
Weitere Informationen sind beispielsweise in der Wikipedia zu finden: Captcha – Wikipedia
Wie sah das Captcha auf der Homepage aus und was musste man machen, um sich zu infizieren?
Das Captcha zeigte folgende Ansicht direkt nach dem Aufruf der Webseite:

Zu diesem Zeitpunkt ist der PC noch nicht durch den Programmcode des Captchas infiziert wurden.
Wenn man jetzt als Besucher die Box mit dem Text "I'm not a robot" angeklickt hat, änderte sich die angezeigte Seite in der nachfolgend gezeigten Weise:

Wenn dieses Bild angezeigt wurde, dann wurde der Computer noch immer nicht infiziert.
Die Infektion konnte stattfinden, wenn man jetzt den angezeigten Anweisungen 1 bis 3 im Bild gefolgt ist und diese aktiv auf seinem
Computer ausgeführt hat.
Hat man die Anweisungen nicht ausgeführt und die Seite einfach geschlossen, so hat nach aktuellen Erkenntnissen der Prüfung keine Infektion stattgefunden.
Welche Computersysteme sind betroffen gewesen?
Nach aktuellem Stand der Prüfung des Programmcodes des eingefügten Captchas sind von dem Angriff Computer gefährdet wurden, welche
das Betriebssystem "Microsoft Windows" verwenden.
Die Nutzung der Homepage per Smartphone, mit Apple-Endgeräten, Linux-basierten Systemen oder anderen Nicht-Windows-Betriebssystemen sollten nicht betroffen gewesen sein.
Welche Maßnahmen wurden nach Bekanntwerden des Angriffs vorgenommen?
Nach dem Bekanntwerden des Angriffs wurde die Seite vorübergehend offline genommen, das bedeutet, die Seite war nicht mehr erreichbar.
Es erfolgte eine Überprüfung der durch den Angreifer vorgenommenen Veränderungen. Die durch den Angreifer eingeschleusten Bestandteile,
welche zum Anzeigen des Captcha genutzt wurden, wurden entfernt.
Die Software für die Verwaltung der Homepage wurde aktualisiert und hierdurch die neueste Version der betroffenen Komponente installiert, welche
eine Programmkorrektur enthält, die die genutzte Schwachstelle schließt.
Es wurden als weitere Sicherheitsmaßnahme die Benutzerkonten für die Verwaltung der Webseite mit neuen Passwörtern versehen, auch wenn auf Grund
der Art der Sicherheitslücke nicht davon auszugehen ist, dass die Konten kompromittiert wurden. Die Mehrfaktor-Authentifizierung wurde geprüft.
Nach aktuellem Stand der Prüfung ist nicht davon auszugehen, dass die Benutzerkonten durch den Angriff beeinträchtigt wurden.
Welche Maßnahmen kann ich ergreifen, um meinen PC hinsichtlich einer möglichen Infektion zu prüfen?
Der Computer sollte zwingend vollständig durch einen Virenscanner überprüft werden.
Das Betriebssystem Windows bringt bereits einen vollwertigen Virenscanner von Haus aus mit. Dieser Virenscanner wird "Windows Defender" genannt.
Eine vollständige Überprüfung des Computers kann über die Einstellungen des Betriebssystems im Bereich "Windows-Sicherheit" durchgeführt werden.

Über den Punkt "Viren- & Bedrohungsschutz" und den Link "Scanoptionen" öffnet man die Ansicht zum Starten einer vollständigen Überprüfung:

Hier wählt man die Option "Vollständige Überprüfung" aus und startet diese über die Schaltfläche "Jetzt überprüfen":

Je nach Anzahl der auf dem Computer vorhanden Dateien dauert diese Überprüfung entsprechend lang.
Sollte die Überprüfung Schadsoftware finden, so sollte diese mindestens in Quarantäne geschoben werden. In der Regel ist es auch
empfehlenswert, diese direkt vom System entfernen zu lassen. Der Windows-Defender bietet hier entsprechend Funktionen an.
Wenn sich auf dem Computer noch weitere, separate Virenscannersoftware befinden, so sollte auch diese für eine vollständige Überprüfung zusätzlich genutzt werden.
Weitergehende Informationen zum Thema Virenscanner beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik:
BSI - Virenschutz und falsche Antivirensoftware
BSI - Virenschutz und falsche Antivirensoftware - Wie Sie Ihren Computer sicher einrichten
BSI - Wie kann ich meine IT zuhause absichern?